KreativWelt · PAPERART

Wie entsteht ein Urlaubsalbum?


In den letzten Jahren habe ich eine ganze Reihe von Urlaubs-Alben gewerkelt.

 

Begonnen hat es mit dem Album MALTA

Das war mein Prototyp. 

Die meisten Grundlagen, die ich auch heute noch anwende sind bei der Entwicklung für dieses Album entstanden. 

 

. . . und auch einige Familien-Alben habe ich nach dem selben Muster gearbeitet.


Mein erstes Albumprojekt war MALTA - Details - - ->


Hier kannst du einen kleinen Blick in meine Urlaubs-Alben werfen:

MADEIRA

SIZILIEN - in 2 Teilen -

LANZAROTE  - in 3 Teilen -

PORTUGAL  - in 3 Teilen -


INSELHÜPFEN  - in 3 Teilen -

SARDINIEN

NORDSEE

MALTA


Zum Vergrößern klicke einfach auf das Kreuz.

Viel Spaß beim Anschauen!


Aber wie entsteht so ein Album?

Ich erkläre das mal ganz praktisch:

Wir waren für 17 Tage auf einer Reise durch Portugal. Die Reise setzt sich zusammen aus 10 Tagen Rundreise und 7 Tagen freiem Aufenthalt an der Algarve.

Entstanden sind in diesen Tagen etwa 4000 Bilder - ? - ja!!!

Es gab auch viel zu sehen.


Ein Urlaubsalbum fasst etwa 350-400 Bilder, sonst wird es zu dick und die größte meiner Cinchbindungen schafft die Blätter nicht mehr.

Ich verwende für das Innenteil DIN A4-Farbkarton 240g/m² in elfenbein. Den Farbton finde ich für meine Alben am schönsten.


Im Album sollen außerdem verschiedene Utensilien ihren Platz finden: Reiseprogramm, Buchungsunterlagen, Flugtickets, Landkarten, Eintrittskarten und ergänzende Postkarten wollen untergebracht werden.

Als erstes überlege ich, wie viele Alben von der Reise ich benötige. Pro Blatt passen max. 8 Bilder drauf - im Schnitt rechne ich mit 7.

Es soll ja Platz für die Beschriftung und die Utensilien sein.


An einige Seiten montiere ich Klappen an.

Am Ende sollte die Blattanzahl 40 nicht überschreiten - wegen der Ringbindung.

Meine Bilderberechnung funktionert dann so: 40 Blätter x 7 Bilder ergibt 280 Bilder. Wenn ich aber 350 Bilder habe, muss ich für 70 Bilder noch Klappen anbauen. Das sind dann ca. 10 Klappen für jeweils 7 Bilder.


Um zu meinem Beispiel von Portugal zurück zu kommen:

17 Tage volles Besichtigungsprogramm konnte ich unmöglich auf 40 Blättern unterbringen.

Ich entschied mich für 3 Alben:

1) Lissabon und seine Umgebung

2) Porto mit dem Reiseverlauf bis zur Algarve

3) Lagos und die Algarve 


Wenn ich den Umfang der Alben festgelegt habe, müssen die vielen Bilder aussortiert werden. Für Portugal habe ich ca. 1000 Bilder verarbeitet, das heißt von der Bilderflut bleiben 1/4 übrig.


Im nächsten Schritt überlege ich mir, mit welchen Farben oder Designerpapieren ich die Akzente setzen möchte und welche Motive ich evtl. stempeln möchte. Wenn ich das alles geklärt habe, kann ich mit dem Innenteil des Albums beginnen.


Aus meinem DIN A4-Farbkarton stelle ich die einzelnen Blätter her, indem ich sie am linken Rand mit der Cinch loche. Die Ecken am rechten Rand werden mit dem Umschlagbord abgerundet, damit später keine Eselsohren entstehen.

 

Wenn die Blätter vorbereitet sind, kann ich mit der Gestaltung der Seiten beginnen.


Zuerst lege ich fest, in welche Kapitel ich das Album unterteilen möchte. Entweder mache ich das nach Tagen, Orten oder einem anderen Therma. Dann sortiere ich die Bilder in die ungefähre Reihenfolge.

Das geht in der Form, dass ich ein Blatt und die Bilder dazu jeweils in eine Folie schiebe.

 

 

Dann beginne ich mit der Gestaltung.


 

Jede Kapitelseite wird seitlich entweder mit einem Farbstreifen oder Designerpapier gekennzeichnet.

Diese Seite wird ein wenig aufwendiger gestaltet.


Dann sind die einzelnen Seiten dran.

Ich klebe die Bilder ein und wo ich etwas beschreiben möchte, lasse ich entsprechend Platz.

Damit das beschriftete Feld etwas dekorativer ist, stempele ich ein Gitterraster darunter. Beim Schreiben behält man leichter die Spur.

Manchmal ergänze ich mit Stempelmotiven. 


Wenn ich von einem Ort zu viele Bilder habe und sich das Thema über mehrer Seiten hinziehen würde, baue ich Klappen an.

 

Entweder ich baue sie rechts oder links an und sie bedecken die ganze Seite oder ich mache schmälere die nur einen Teil der Seite abdecken. Die kleiner Klappen lassen sich auch mal nach oben weg klappen.


Für Landkarten und Reiseunterlagen baue ich Fächer ein.

Wenn meine Urlaubsalben fertig sind, habe ich alle Utensilien darin untergebracht. Es gibt bei mir keine Kiste mit Krimskram mehr. 

Wenn alle Innenseiten gestaltet sind, werden sie mit der Cinch gebunden. Als letzte Seite verkleide ich die Vorderseite von einem festen Karton mit Motivpapier.

Dann wird der Umschlag gewerkelt.